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Das biblisch-christliche trinitarische Gottesbild als Grundlage unseres Schulprogramms

Ein wesentliches Merkmal des biblisch-christlichen Gottesbildes ist die Gemeinschaft. Gott ist demnach eine sich ständig ereignende dynamische Gemeinschaft von Vater, Sohn und Geist. Jede dieser Personen ist der Ausdruck eines je eigenen wesentlichen Aspektes von Gemeinschaft: Der Vater ist der Gott „über uns“, der sich uns mitteilen will; der Sohn ist der Gott „neben uns“, der Mensch gewordene Gott, der ein Stück Menschheits- bzw. Lebensgeschichte mitgegangen ist und mitgeht; der Geist ist der Gott „in uns“, der uns von innen her für das Leben mit Gott öffnen soll.

Jede der drei göttlichen Personen ist, was sie ist, nur in Beziehung mit den beiden anderen. Das innergöttliche Leben vollzieht sich als ständiger Prozess wechselseitiger Durchdringung. Nur im Zusammenspiel dieser drei Personen vollzieht sich das Wesen des einen Gottes.

Aus dem biblisch-christlichen trinitarischen Gottesbild ergibt sich ein ganz bestimmtes Menschenbild. Der Mensch ist in seiner Person einmalig. Er lebt in einem Wechselspiel von Freiheit und Verantwortung. Sein Leben ist auf Beziehung angelegt. Er lebt mit anderen Menschen in gegenseitiger Anerkennung und ist für sie da. Grundlegend dafür ist der kommunikative Austausch miteinander.

Ebenso charakterisiert sich aus dem biblisch-christlichen trinitarischen Gottesbild das Bild der Schöpfung als Universum, Welt, Natur und Leben im freien Zusammenspiel aller geschaffenen Elemente und Wesen.
Wesentlich ist dabei der gegebene Handlungsspielraum, in dem sich die Schöpfung weiter entwickelt. Das heißt, sie befindet sich in einem ständigen Prozess.

Von dem oben dargestellten Gottesbild ergibt sich konsequent, dass Gott die Beziehung zur Schöpfung und zu uns Menschen will. Höhepunkt dieser Beziehung Gottes zum Menschen ist in der Welt seine Menschwerdung in Jesus Christus. Durch dessen Lebenswerk ist das, was Gemeinschaft zerstört, aufgebrochen worden. Mit seiner Auferstehung ist deutlich geworden, dass selbst der Tod die Gemeinschaft zwischen Gott und den Menschen nicht zerstören kann. Wir sind erlöst von unserem Getrenntsein von Gott.

Damit ist die Grundlage geschaffen, Trennendes zwischen einzelnen Menschen, Gruppen und sozialen Schichten zu überwinden, und der Auftrag an uns ergangen, in dieser Weise unsere Welt mit zu gestalten.

Diesen Auftrag Gottes nehmen wir an unserer Schule ernst und leisten unseren Beitrag, indem wir diese Grundgedanken zur Grundlage unseres Schulprogramms machen.

In der Umsetzung ist der ständige Dialog aller Beteiligten am Schulleben, den Lehrerinnen und Lehrer, den SchülerInnen und den Eltern, unerlässlich.

Folglich schließt unsere Schule auch alle Menschen mit all ihrer Unterschiedlichkeit ein, sofern sie bereit sind, an unserem Schulleben gemäß unserem Gottes- und Menschenbild mitzuwirken.
Insofern ist unsere Schule von ihrem Wesen her eine katholische (=allumfassende) Grundschule.

(Auszug aus dem Schulprogramm, S.2+3)