Offene Ganztagsschule - OGS
Download des OGS-Konzeptes
Das Konzept zur Offenen Ganztagsschule an der Sebastian-Schule vom 22.11.2006 steht hier als PDF-Dokument zur Verfügung.
Download des Rahmenkonzepts OGS der Stadt Bornheim
An dieser Stelle stellen wir Ihnen das Rahmenkonzept der Stadt Bornheim zur Verfügung.
"Die Stadt Bornheim wird die an den beteiligten Schulen im Primarbereich sowie in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und angrenzenden Bereichen (Sport, Kultur) vorhandenen Betreuungs-, Bildungsund Förderangebote für Kinder vernetzen und schrittweise in ein Gesamtsystem „offene Ganztagsschule“ überführen. So wird der Ausbau eines verlässlichen Angebotes für alle Kinder der Primarstufe ermöglicht."
Offener Ganztag
1. Pädagogisches Gesamtkonzept der Offenen Ganztagsschule (OGS)
Die Sebastian-Schule organisiert das pädagogische Konzept der OGS in enger Kooperation mit den Katholischen Jugendwerken Rhein-Sieg e.V. (KJW) als Träger mit direktem Bezug zum vorhandenen Schulprogramm.
Die Schülerinnen und Schüler stehen im Mittelpunkt des pädagogischen Handelns, wie es in der Satzung der KJW und im Schulprogramm der Sebastian-Schule beschrieben wird: „Die KGS Sebastian-Schule ist eine Schule des lebendigen Glaubens, für Kinder aller Religionen in Gemeinschaft, Achtung und Verständigung.“ (siehe insbesondere 4. Pädagogische Ausrichtung)
Ziel der OGS ist es, unter Einbeziehung des sozialen und kulturellen Umfeldes der Schule die Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen Kindes zu fördern.
Mittel zu dieser Förderung sind ein strukturierter Tagesablauf mit warmem Mittagessen, Unterstützung bei den Hausaufgaben, Heranführen an Freizeitaktivitäten und soziales Lernen.
Zu den Schwerpunkten der Schule gehören jahrgangsübergreifendes Lernen, die Friedensarbeit und das interkulturelle Lernen, die sich auch in der Konzeption der OGS widerspiegeln.
Die Gruppe ist die Grundstruktur in der OGS. Kinder brauchen Strukturen. Um dem gerecht zu werden sollen die Kinder festen, jahrgangsübergreifenden Gruppen angehören, die den Kindern Halt, Orientierung und ein Gefühl der Zugehörigkeit bieten und das Kennen lernen der anderen Kinder erleichtern. Ca. 25 Kinder sind für eine Gruppe vorgesehen.
Grundlage für das soziale Miteinander am Nachmittag bildet wie am Vormittag das Friedenskonzept der Schule (Schulregeln, Streitschlichtung, Friedenserziehung). Der interkulturelle Ansatz wird sich insbesondere in der Freizeitgestaltung wieder finden. (Schwerpunkt Sprache, interkulturelles Lernen). Die schulischen Schwerpunkte werden durch die OGS-Standards der KJW unterstützt.
In diesem Sinne ist eine intensive Zusammenarbeit zwischen Lehrerkollegium, OGS-Mitarbeitern und Eltern unabdingbar für den Erfolg der OGS. Bereits bei der Entwicklung des OGS-Konzepts arbeiteten die oben erwähnten Partner eng zusammen. Hier wurden Grundsätze der pädagogischen Ausrichtung, die Auswahl der außerschulischen Partner, Umbaupläne und Ausstattungswünsche, das Freizeit-, Raum- und Personalkonzept erarbeitet.
Bei der Einführung der OGS bleiben bereits bestehende und bewährte Strukturen (Kurzzeitbetreuung, Rituale, Schulregeln) erhalten bzw. werden fortgesetzt.
Die OGS garantiert eine sichere Betreuung an Schultagen und beweglichen Ferientagen sowie an unterrichtsfreien Schultagen. Während der Sommerferien bietet die OGS den Kindern drei Wochen eine Ferienbetreuung von 8.00 bis 16.00 Uhr. Bei ausreichendem Bedarf können weitere Betreuungszeiten in den Schulferien gegen Bezahlung angeboten werden. Eine Kooperation mit anderen OGSn zwecks Betreuung in den Ferienzeiten wird angestrebt.
2 Förderangebote und pädagogische Schwerpunkte
Die Förderung in der OGS umfasst die folgenden Schwerpunkte:
- Soziale Erziehung
Die soziale Erziehung genießt in der OGS einen hohen Stellenwert. Die OGS bietet für die Kinder die Chance, gegenseitige Rücksichtnahme im täglichen Miteinander über den Vormittag hinaus zu erfahren und einzuüben. Kinder werden im gesamten Tagesablauf konsequent zu sozialem Handeln angeleitet. Der rhythmisierte Ablauf bietet den Kindern Orientierung und Sicherheit. Dazu gehört auch das gemeinsame Vorbereiten und Einnehmen des Mittagessens. Während des Essens wird der Wert der Gemeinschaft erlebt und die Notwendigkeit von Regeln erfahrbar gemacht. - Hausaufgabenbetreuung
Nach dem Mittagessen werden die Hausaufgaben gemacht. Die Kinder sollen diese selbstständig erledigen. Anleitung soll die Kinder zu selbstständigem Arbeiten befähigen. Das Betreuungspersonal sorgt für die notwendige Ruhe und steht für Fragen zur Verfügung. Ziel der Hausaufgabenbetreuung ist es, Kinder daran zu gewöhnen, ihre Hausaufgaben zügig und konzentriert zu erledigen. - Individuelle Förderung
Die Lehrkräfte werden die Betreuung der Hausaufgaben unterstützen und spezielle Förderangebote machen. Diese Angebote sollen sich an den Bedürfnissen und am Förderbedarf der Kinder unter Einbeziehung der Förderpläne ausrichten. In der Lernzeit soll den Kindern ein strukturiertes, eigenmotiviertes Lernen über die Hausaufgabenbetreuung hinaus ermöglicht werden. Hierbei werden die in den Klassen vorhandenen Lernmaterialen und -programme genutzt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist geplant, die Hälfte der Lehrerstunden zu kapitalisieren. - Sprachförderung
Eine Förderung im Bereich Sprache und Lese-Rechtschreib-Schwäche ist ein bis zweimal wöchentlich durch eine Sprachheilpädagogin geplant. - Bewegungsförderung
Tägliche Bewegungsangebote werden gemacht. Zusätzlich bietet eine Motopädin einmal wöchentlich ein psychomotorisches Angebot zur Förderung der Körperkoordination, Geschicklichkeit, Ausdauer und Wahrnehmung an. - Friedenserziehung
Ein besonderer pädagogischer Schwerpunkt neben den Förderangeboten stellt die Erziehung zu - selbstständigem Lernen - gegenseitiger Toleranz und Respekt - Konfliktfähigkeit und der Wille zu friedlicher Konfliktlösung dar. Das bewährte Streitschlichtungskonzept wird auch in der OGS angewendet. - Pädagogische Schwerpunkte
Für die Arbeitsgemeinschaften (AGs) sind Angebote aus unterschiedlichen Bereichen geplant. Jedes Kind soll AG-Angebote wahrnehmen. Die Kinder haben die Möglichkeit, je nach individuellem Interesse und Begabung aus den Angeboten der OGS zu wählen. Außerdem können sie selbst Projekte vorschlagen.
Folgende Themenbereiche sind vorgesehen: Kreativität und Spiel, Musik, Sprache und Sprachförderung, Bewegungsangebote, Natur & Technik, Medienkompetenz und religiöse Angebote.
Die Angebote werden zunächst auf ein halbes Jahr ausgelegt und dienen als Grundlage einer dann einzuleitenden Evaluierung des inhaltlichen Bedarfs, der Qualität und Quantität unter Einbeziehung von Mitarbeitern, Kindern und Eltern (siehe 7. Qualitätssicherung)
3. Kooperation mit der Jugendhilfe
Benachteiligte Kinder in schwierigen Lebenslagen (mit besonderem schulischen Förderbedarf sowie darüber hinausgehenden Hilfebedarf) sollen durch gemeinsame Projekte von Jugendhilfe und Schule bzw. im Rahmen der Schulsozialarbeit sowie durch die Gestaltung hochschwelliger Einzelhilfen unterstützt werden. Außerdem wird durch die Kooperation von Jugendhilfe und Schule die Verwirklichung von zielgruppenspezifischen Ansätzen (Benachteiligten- bzw. Begabtenförderung, Integration von Kindern mit Migrationshintergrund, Ansätze der Mädchen- und Jungenarbeit) verfolgt.
4. Elternzusammenarbeit
Die Eltern der OGS-Kinder werden durch ihre gewählten Vertreter im OGS-Beirat in die Arbeit eingebunden. Der Beitrat berät regelmäßig über die Weiterentwicklung der OGS, Freizeitangebote oder die Evaluation. Zu Beginn eines jeden Schuljahres gibt es einen Elternabend. Hier werden auch die Elternvertreter des Beirates der OGS gewählt.
Im Rahmen der Elternsprechtage können die Eltern auch die Ansprechpartner der OGS als Gesprächspartner aufsuchen. Die Schule informiert über die Termine.
Nach Terminvereinbarung können individuelle Elterngespräche vereinbart werden.
5. Das OGS-Team
Die OGS hat eine pädagogische Leitung, die die Organisation und Koordination aller Aufgaben und die pädagogische Aufsicht der Betreuungsangebote der OGS übernimmt. Sie ist ständige Ansprechpartnerin für das Kollegium und die Schulleitung. Die pädagogische Leitung ist eine pädagogische Fachkraft. Die Letztentscheidung der Schulleitung im Benehmen mit dem Schulträger ist bewusst.
Zum Personal gehören außerdem mehrere pädagogische Betreuungskräfte, Lehrkräfte, eine Küchenkraft und (externe) Kursleiter. Das pädagogische Personal kann durch ehrenamtliche Kräfte/ Mitarbeiter ergänzt werden.
6. Beschlüsse und Rahmenbedingungen
Der Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung „Offene Ganztagsschule im Primarbereich“ vom 26.1.2006 sowie das Rahmenkonzept „Offene Ganztagsschule für die Stadt Bornheim“ (Dezember 2006) stellen die Grundlagen für die Arbeit in der OGS der Sebastian-Schule dar. Auf der Schulkonferenz vom 12.9.2006 wurden Rahmenbedingungen für die Einführung der OGS beschlossen. Diese Rahmenbedingungen betrafen Eckpunkte des pädagogischen Gesamtkonzeptes, pädagogische Leitlinien und Konzeptentwicklung sowie Investitionen und Kosten. Der Förderverein beschloss am 20.11.2006 die Trägerschaft der „Betreuung Schwalbennest“ an die KJW abzugeben. Die Schulkonferenz beschloss am 26.2.2007 das OGS-Konzept (Rahmenbedingungen und Praxiskonzept) und den Raumplan. Die Schule ist im Arbeitskreis OGS der Stadt Bornheim vertreten.
7. Qualitätssicherung
Zur Überprüfung und Verbesserung der Qualität wird die Arbeit der OGS regelmäßig evaluiert. Die Kath. Jugendwerke Rhein-Sieg e.V. streben eine größtmögliche Transparenz für Nutzer, andere Einrichtungen und die Stadt an. Instrumente der Evaluation sind regelmäßige Auswertungsgespräche zwischen Schule und OGS sowie Fragebögen für Kinder und Eltern.
Quantitative Indikatoren der Überprüfung sind u.a. Anzahl der Schüler; Kooperationen mit Partnern, Anzahl der Angebote.
Qualitative Indikatoren sind u. a. Konstanz des Gesamtangebotes sowie den einzelnen Elementen; Zufriedenheit der Schüler, Eltern, Lehrer und Betreuer; Aktivität der Gruppe; Verbesserung der Lernsituation und des Lernerfolges; Beteiligung der Eltern, Beteiligung der Schülerinnen und Schüler, Zusammenarbeit zwischen Lehrern und OGS. Hier soll z.B. über einen Fragebogen ermittelt werden, wie die Lehrkräfte die Qualität der Hausaufgaben der Schüler i.b. auf Vollständigkeit einschätzen sowie die Betreuer den zeitlichen Umfang der Hausaufgaben bewerten.
Eine erste Evaluation soll Anfang des Jahres 2008 erfolgen.
Hier können Sie den Flyer zur OGS an der Sebastianschule im PDF-Format öffnen oder downloaden.
Zusätzlich bieten wir eine Linkliste an: Weiterführende Informationen zur OGS