Interkulturelles Lernen an der Sebastian-Schule
Hier finden Sie Informationen über den Interkulturellen Arbeitskreis.
Mitglieder des Interkulturellen Arbeitskreises sind Mütter verschiedener Nationalitäten, die 1. Vorsitzende der Schulpflegschaft, der Vorsitzende des Fördervereins sowie Lehrkräfte des Kollegiums.
Interkulturelles Lernen
Die Grundschule ist eine gemeinsame Schule für alle Kinder. Neben vielfältigen individuellen Begabungen treffen hier Kinder unterschiedlicher sozialer oder ethnischer Herkunft, verschiedener kultureller Orientierungen und verschiedener religiöser Überzeugungen aufeinander. Aufgabe der Schule ist es, diese Vielfalt als Chance zu begreifen und sie durch eine umfassende und differenzierte Bildungs- und Erziehungsarbeit für das gemeinsame Lernen der Kinder zu nutzen. Unterricht, Erziehung und Schulleben schaffen verbindliche gemeinsame Lern- und Lebensbezüge. Interkulturelles Lernen ist unerlässlich. Es richtet sich an alle Kinder. Alle Beteiligten sind dabei Lernende: Kinder deutscher wie nichtdeutscher Herkunft, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern. Zum interkulturellen Lernen gehören das Verstehen und Respektieren fremder Wertesysteme, die Fähigkeit und die Bereitschaft das eigene Wertesystem zu reflektieren sowie die Akzeptanz der Gleichwertigkeit der Kulturen.
„Übergreifendes Ziel ist die Befähigung zum interkulturellen Dialog im Hinblick auf die Multikulturalität unserer Gesellschaft, auf Europa und die Weltgesellschaft mit ihren drängenden Zukunftsaufgaben.“
Interkulturelles Lernen ist als didaktisches Prinzip zu verstehen, das in den Unterricht integriert wird und nicht als eine punktuelle Aktion oder ein Projekt der Schule. Es geht nicht darum Unterrichtsinhalte zu verändern, sondern sie interkulturell grund- und anzulegen sowie zu gestalten.
Die Sebastian-Schule als Katholische Grundschule versteht sich als eine allumfassende, alle Menschen einschließende Gemeinschaft. Damit schließt sie auch Kinder mit anderen Religionen und Sprachen ein, die bereit sind, auf der Grundlage des biblisch-christlichen Gottes- und Menschenbildes voneinander zu lernen und miteinander zu leben. In unserer christlichen Schulgemeinschaft steht die Anerkennung aller individuellen Voraussetzungen und Erfahrungen der Kinder im Mittelpunkt unseres Schullebens. Austausch und Kommunikation sind dabei die Voraussetzungen für interkulturelle Verständigung.
Interkulturelles Lernen in der Sebastian-Schule
Den Kindern sind die Muttersprachen ihrer Mitschüler und Mitschülerinnen bekannt und im Rahmen des Klassenlebens in vielfältiger Weise präsent:
- Begrüßung oder Verabschiedung in verschiedenen Sprachen
oder - verschiedensprachige Bücher in der Klassenbibliothek
oder - Rituale, wie „Guten Appetit“, Glückwünsche zum Geburtstag, usw.
Im Laufe der Grundschulzeit lernen die Kinder Märchen, Gedichte, Musik, Bräuche und Künstler aus anderen Ländern kennen. (Multiperspektivität)
In jede Stufe wird ein Unterrichtsprojekt zum Thema interkulturelles Lernen durchgeführt:
- Das Ziel des Projekts in der Jahrgangsstufe 1/2 ist - anhand des produktiven Umgangs mit dem Bilderbuch „Das ist kein Papagei“ von Rafik Schami - durch die Begegnung mit den Muttersprachen der Mitschülerinnen und Mitschüler Neugier und Offenheit gegenüber Fremden zu fördern. Die Kinder lernen durch ihre Schulkameraden und Schulkameradinnen Vertreter einer Kultur persönlich kennen so besteht die Chance, dass sie Vorurteile über verschiedene Volksgruppen nicht unreflektiert übernehmen.
- Auf der Basis der in der Jahrgangsstufe 1/2 geschaffenen Offenheit und Annäherung kann sich das Projekt in der Jahrgangsstufe 3/4 direkt mit dem Thema Fremdenfeindlichkeit befassen und kritisch damit auseinandersetzen.
In regelmäßigen Abständen finden Schulprojekte zum Thema Multikulturalität statt, die nur unter Mitwirkung der Eltern als Experten ermöglicht werden können, wie z. B.:
- Feiern von Festen anderer Länder
- Projekttag oder Projektwoche zum Thema „Andere Länder“
- von Eltern organisiertes und gestaltetes Kulturfest
Um die Schulprogrammarbeit an der Schule in diesem Bereich weiter zu entwickeln und Unterstützung in vielfältiger Form anzubieten, wurde ein Interkultureller Arbeitskreis gegründet.
Im Interkulturellen Arbeitskreis der Schule, einer Initiative des Fördervereins und der Elternpflegschaft, arbeitet mindestens eine Lehrkraft mit, welche die Verbindung zur Schulleitung und zum Lehrerkollegium sicherstellt. Hierdurch soll eine verstärkte Einbindung von Eltern mit Migrationshintergrund an die Schule stattfinden.
(Auszug aus dem Schulprogramm, S.22-23)